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Herzlich Willkommen beim

Historischen Verein Hohberg e.V. 1981

 

Vortrag am Freitag, den 19. Oktober 2018

 

9./10. November 1938: Die Nacht in der die Synagogen brannten.“

Referent: Bernd Rottenecker

 

Ort: Albert-Schweizer-Saal der evangelischen Kirche Diersburg

Zeit: 19.00h

 

Vor 80 Jahren, in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden im Deutschen Reich über tausend Synagogen zerstört. Viele wurden ein Raub der Flammen. In anderen Synagogen, wie denen in der Ortenau, wurde die Inneneinrichtung zerstört und diese größtenteils im Freien verbrannt. Mehrere tausend jüdische Geschäfte wurden demoliert und geplündert, über 100 Juden wurden ermordet. Um an den Ausschreitungen teilnehmen zu können bekamen Schulklassen unterrichtsfrei und auch Betriebe in der Region stellten Mitarbeiter frei. Ca 30.000 jüdische Männer in Deutschland und Österreich wurden verhaftet und in Konzentrationslager wie Dachau oder Buchenwald verschleppt. Mit diesem von der NS- Führung inszenierten Pogrom, an der verschiedene NS-Verbände beteiligt waren, bekam die antisemitische Politik der Nationalsozialisten eine neue Dimension, die geradewegs in den größten Völkermord der Geschichte mündete.

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Zum Photo: Zerstörter Innenraum der Kippenheimer Synagoge am 10. 11. 1938

 

Mitmachaktion an der Römersiedlung Niederschopfheim

Neue Termine werden hier demnächst mitgeteilt

Hier Berichte im OT und der BZ zu unserem Tag des offenen Denkmal

 

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Für Rückfragen kann man sich an Hans-Jürgen Gebhardt, Tel. 07808/3847 oder per mail:post@historischer-verein-hohberg.de wenden.

Am Sonntag 09. Septmember "Tag des offenen Denkmal" 

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Der Tag des offenen Denkmals lädt jedes Jahr dazu ein, sich mit der Geschichte in der Heimat zu beschäftigen. In diesem Jahr nutzten die Ortsgruppe Hohberg des Historischen Vereins Mittelbaden und der Heimatverein Hohberg die Gelegenheit die zahlreichen Besucher mit fachkundigen Hinweisen und Informationen in die Geheimnisse der römerzeitlichen Siedlung bei Niederschopfheim an der ehemals römischen Fernstraße von Augst nach Mainz westlich der heutigen Bundesstraße 3 einzuführen. Auf Tafeln wird die Geschichte des Baus dargestellt, sodass die Besucher einiges über die Raststation an der Römerstraße erfahren. 

Von dem kleinen Hügel im Westen der Anlage lässt sich das Gelände gut überblicken. Ist es doch vor allem den Mitarbeitern des Archäologischen Arbeitskreises des Historischen Vereins zu verdanken, dass dieFundamente und Mauerreste, die sich in rechteckigen Linien über das Gelände ziehen, stellenweise noch gut zu erkennen sind.  

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Bei den Ausgrabungen in den Jahren 1979 bis 1981 fanden sich Unmengen zerbrochener Leistenziegeln und Scherben, die auf einer flachen Erhebung im ansonsten ebenen Ackergelände lagen. Sie wiesen auf ein aus Stein gemauertes großes Gebäude hin, bei dem es sich um einen der so häufigen römischen Gutshöfe gehandelt haben muss.

Hypokaustplatten, die zu einer Fußbodenheizung gehörten, mehrfarbige Wandbemalungsreste und Mosaiksteinchen beweisen, dass es sich um ein, mit beachtlichem Komfort ausgestatteter Gebäudekomplex gehandelt haben muss. Da gab es abgetrennte Schlafräume, einen Stall zur Unterbringung der Pferde, eine Schmiede für die Reparatur der Reisewagen, einen Vorratskeller und Gasträume. Auch ein Bad stand den Reisenden zur Verfügung, mit Fußbodenheizung war es ausgestattet und bot Raum für Erholung und Körperpflege.

Die Römersiedlung lädt auch unterm Jahr zu einer Besichtigung ein. Sie ist ab der Hubermühle ausgeschildert und gut mit Rad oder Auto zu erreichen. Auch für Schulklassen lohnt sich der Besuch!

lesen Sie hier auch den Bericht zur Eröffnuung des Oberrhein-Römerradweg im  Offenburger Tageblatt

Bericht in der Badischen Zeitung über die Arbeiten an der Römersiedlung

Bericht zur Jahreshauptversammlung aus der Badischen Zeitung

Das Jahrbuch 2017 „Die Ortenau“ ist eingetroffen und kann von den Mitgliedern des Historischen Vereins ab sofort kostenlos abgeholt werden. Gerne können Sie dies auch mit einer Stippvisite im Hohberger Heimatmuseum, Bahnhofstraße 7 verbinden. Es hat sich vieles verändert. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Geöffnet ist immer Dienstags in der Zeit von 14:30 Uhr - 17:30 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung Tel.: 07808- 99259.

Bei Fragen wenden Sie sich an:
Lucien Mutzig: Tel.: 0780-99259
Bernd Rottenecker: Tel.: 07808-3559

 

Vortrag zum Thema „Glocken“

„Glocken haben mich mein ganzes Leben lang begleitet. Ihr Geläut kündet zu allen Zeiten von leidvollen und freudigen Ereignissen, bei Tag und in der Nacht, im Krieg und im Frieden. Mit diesen Worten leitete Pfarrer Christian Fünfgeld seine von Bildern untermalte Reise durch die Welt der Glocken im Bürgerhaus in Hofweier ein.

Die etwa 60-minütige Präsentation „Glocken“, den der Kirchenexperte Fünfgeld selbst erstellt und kommentierte hat und die er auch während der Vorführung immer wieder spontan ergänzte. So zog er die interessierten Besucher immer wieder in seinen Bann und nahm sie mit auf eine Reise durch die Welt dieser imposanten Klangkörper.

Fünfgeld zeigte die enorme Glockenvielfalt auf: so beispielsweise die Kirchen-, Friedens-, Schiffs-, und Feuerglocken und wartete mit zahlreichen interessanten Fakten und Anekdoten auf. Die Chinesen gelten als die Erfinder der ersten Glocken. Aber erst im 5. Jahrhundert n. Chr. führten Wandermönche die Glocke als christliches Attribut ein. Später wurden sie in den christlichen Orden als Ruf-Instrument zum gemeinsamen Gebet verwendet.

Eine Glocke besteht beispielsweise zu 78 Prozent aus Kupfer und zu 21 Prozent aus Zinn. Das restliche eine Prozent sind Spurenelemente, berichtete Fünfgeld. Auch haben die Glockenstube und die Schallöffnungen der Glockenstube für das ein gutes Geläut große Bedeutung: den zunächst müssen sich die Glockentöne der Glocken mischen, bevor sie aus der Glockenstube austreten.

Die größte freischwingende Kirchenglocke Deutschlands ist die Petersglocke im Kölner Dom, die die Kölner liebevoll „dicker Pitter“ nennen. Natürlich vergaß Fünfgeld nicht die Glocken des Freiburger Münsters, insbesondere die »Hosanna Glocke«, deren Geläut im Film auch zu hören war. Gegossen im Jahr 1258, hat sie seit mehr als 750 Jahren ihren Platz im Münsterturm: die Hosanna-Glocke. Ihren Ton kennt in Freiburg jeder, der genau hinhört. Sie klingt, melancholisch, aber laut und klar. Unbeschadet überstand sie beide Weltkriege und insbesondere auch den Luftangriff auf Freiburg am 27. November 1944. Mit einem eindrücklichen Zeitzeugenbericht aus jener Nacht des Feuersturms auf die Freiburger Innenstadt vervollständigte Fünfgelds Bericht durch die Welt der Glocken. Ich bin bis heute fasziniert von der der Stimme Gottes so Fünfgeld zum Abschluss:

„Glocken sind ein Symbol für die Stimme Gottes in der Welt und daraus erwächst Hochachtung, ein Gefühl des Dankes und der Freude, die ich hiermit weitergeben möchte. Mögen die Glocken auch den kommenden Generationen eine Mahnung sein, den Frieden zu bewahren. “ Mit einem besonderen Schmankerl zum guten Gelingen des Abends trug Anton Franz mit seiner Geschichte vom „Glocke lidde“ bei und so konnte ein zufriedener Vorsitzender mit einem herzlichen Dank an Alle den Abend beschließen.
 

40. Internationaler Museumstag im Mai 2017 „Spurensuche - Mut zur Verantwortung!“

Das Motto „Spurensuche - Mut zur Verantwortung!“ zum 40. Internationalen Museumstag 2017 bietet eine breite Palette an Anknüpfungsmöglichkeiten,

der Geschichte auf den Grund zu gehen und für viele Besucher zugänglich zu machen.

Mit gleich drei gelungenen Veranstaltungen hat sich der Historische Verein im Monat Mai mit dem Thema beschäftigt. 

 

 

Vortrag von Dr. Karl Hansert zu Thema:

„Unter Kreuz und Hakenkreuz: ein Dorfpfarrer widersteht den Nazis“.

In hervorragender Weise ist es Karl Hansert gelungen, scheinbar Vergessenes an den Tag zu bringen und dabei auch Schattenseiten unserer Zeitgeschichte nicht auszusparen. Unrecht, Gewalt, Verfolgung und Flucht sind schwierige Bestandteile sowohl unserer Vergangenheit wie auch unserer Gegenwart.

So berichtete Hansert, wie die Nazis im Dorf und auf der „Gestapo-Leitstelle“ in Offenburg den jungen Dorfpfarrer schikanierten.

Als Soldat im 1. Weltkrieg verwundet und ausgezeichnet, leistete er schon früh und ganz besonders nach Stalingrad gegen die „Machtergreifung“ und „Gleichschaltung“ Widerstand. Er benannte in der Kirche die „unsinnig vielen Gefallenen“, was ihm Hausdurchsuchung, Verhöre, Haft in Offenburg und Androhung von KZ einbrachte. Dabei war die Schließung der Dorfkirche über fast drei Monate nur ein Höhepunkt der Gestapo-Rachemaßnahmen.

Tag der offenen Tür im und um das Hohberger Heimatmuseum herum

Beim Tag der offenen Tür konnte das Hohberger Heimatmuseum erneut Zeugnis geben und unter Beweis stellen, dass es voller Spuren unserer Vergangenheit ist. Die Sammlung, Erforschung und Bewahrung von Objekten und Daten aus unserer bäuerlichen Vergangenheit und unseres geschichtlichen und kulturellen Erbes hat auch in diesem Jahr wieder viele alte und junge Besucher angezogen.

Die Präsentation und Auseinandersetzung mit den gesammelten Objekten macht das Museum so zu einem Ort, in dem Geschichte und Geschichten und Hintergründe hautnah und zum Anfassen vermittelt werden können und somit immer wieder zur Auseinandersetzung ermutigen.

Dabei bleibt noch besonders zu erwähnen, dass neben den Objekten der Freunde alter Landtechnik auch Hubert Bühler im Keller unter der Resch seine geheimnisvolle und interessante Ritterausstellung zeigte. Das eröffnet gute Chancen für das Museumspublikum von morgen eine eigene Spurensuche in die Geschichte zu organisieren.

Exkursion nach Straßburg

Anlässlich des 500. Jahrestags der Reformation führt der Rundgang durch die Altstadt Straßburg an wichtige Orte des Geschehens und auf Spuren berühmter deutscher und französischer Protestanten.

Dazu gehörten das protestantische Gymnasium und das protestantische Stift, die einstigen Wohnungen der Theologen Herder, Reuss und Schweitzer sowie die protestantische Kirchen: St-Nicolas, St-Thomas, die Bouclier-Kirche, der Temple Neuf und natürlich die Kirche St-Pierre-le-Jeune. Auch einige Vertreter jener Zeit wurden vorgestellt: die Humanisten Erasmus und Thomas Murner, die Schriftsteller Sebastian Brant und Johann Fischart, die Reformatoren Martin Bucer und Wolfgang Capito, die "Abweichler" Jean Calvin und Michael Sattler, sowie jener Handwerker, dem sie die Überlieferung ihrer Schriften verdanken: Johannes Gutenberg.

Für das große Interesse und die aktive Beteiligung an der Spurensuche des Historischen Vereins bedanken wir uns sehr herzlich

Historischer Verein Hohberg