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Pojekt 2017

Vortrag zum Thema „Glocken“

„Glocken haben mich mein ganzes Leben lang begleitet. Ihr Geläut kündet zu allen Zeiten von leidvollen und freudigen Ereignissen, bei Tag und in der Nacht, im Krieg und im Frieden. Mit diesen Worten leitete Pfarrer Christian Fünfgeld seine von Bildern untermalte Reise durch die Welt der Glocken im Bürgerhaus in Hofweier ein.

Die etwa 60-minütige Präsentation „Glocken“, den der Kirchenexperte Fünfgeld selbst erstellt und kommentierte hat und die er auch während der Vorführung immer wieder spontan ergänzte. So zog er die interessierten Besucher immer wieder in seinen Bann und nahm sie mit auf eine Reise durch die Welt dieser imposanten Klangkörper.

Fünfgeld zeigte die enorme Glockenvielfalt auf: so beispielsweise die Kirchen-, Friedens-, Schiffs-, und Feuerglocken und wartete mit zahlreichen interessanten Fakten und Anekdoten auf. Die Chinesen gelten als die Erfinder der ersten Glocken. Aber erst im 5. Jahrhundert n. Chr. führten Wandermönche die Glocke als christliches Attribut ein. Später wurden sie in den christlichen Orden als Ruf-Instrument zum gemeinsamen Gebet verwendet.

Eine Glocke besteht beispielsweise zu 78 Prozent aus Kupfer und zu 21 Prozent aus Zinn. Das restliche eine Prozent sind Spurenelemente, berichtete Fünfgeld. Auch haben die Glockenstube und die Schallöffnungen der Glockenstube für das ein gutes Geläut große Bedeutung: den zunächst müssen sich die Glockentöne der Glocken mischen, bevor sie aus der Glockenstube austreten.

Die größte freischwingende Kirchenglocke Deutschlands ist die Petersglocke im Kölner Dom, die die Kölner liebevoll „dicker Pitter“ nennen. Natürlich vergaß Fünfgeld nicht die Glocken des Freiburger Münsters, insbesondere die »Hosanna Glocke«, deren Geläut im Film auch zu hören war. Gegossen im Jahr 1258, hat sie seit mehr als 750 Jahren ihren Platz im Münsterturm: die Hosanna-Glocke. Ihren Ton kennt in Freiburg jeder, der genau hinhört. Sie klingt, melancholisch, aber laut und klar. Unbeschadet überstand sie beide Weltkriege und insbesondere auch den Luftangriff auf Freiburg am 27. November 1944. Mit einem eindrücklichen Zeitzeugenbericht aus jener Nacht des Feuersturms auf die Freiburger Innenstadt vervollständigte Fünfgelds Bericht durch die Welt der Glocken. Ich bin bis heute fasziniert von der der Stimme Gottes so Fünfgeld zum Abschluss:

„Glocken sind ein Symbol für die Stimme Gottes in der Welt und daraus erwächst Hochachtung, ein Gefühl des Dankes und der Freude, die ich hiermit weitergeben möchte. Mögen die Glocken auch den kommenden Generationen eine Mahnung sein, den Frieden zu bewahren. “ Mit einem besonderen Schmankerl zum guten Gelingen des Abends trug Anton Franz mit seiner Geschichte vom „Glocke lidde“ bei und so konnte ein zufriedener Vorsitzender mit einem herzlichen Dank an Alle den Abend beschließen.