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Hohberger Heimatmuseum

Öffnungszeiten: dienstags zwischen 14:30 Uhr und 17:00 Uhr

Auch im Hohberger Heimatmuseum tut sich viel. Vieles wurde neu gruppiert – anderes wird neu präsentiert. Das Museumsteam ist dienstags zwischen 14:30 Uhr und 17:00 Uhr anwesend – Besucher sind immer herzlich willkommen. 

 

Wir laden herzlich zu allen Veranstaltungen ein und freuen uns über das Interesse an der Arbeit des Historischen Vereins.

 

 

 Der 1. Weltkrieg - Ausstellung

Mit seiner Ausstellung „Der 1.Weltkrieg“ hat sich der Historischen Verein Hohberg e.V. bei der 10. Hohberger Hobby-, Handwerk- und Kunstausstellung in der Diersburger Gemeindehalle im Oktober 2014 beteiligt. Die Ausstellung über den ersten Weltkrieg wurde von unseren Hohberger Hobby-Geschichtlern präsentiert. Es geht dem Historischen Verein Hohberg e.V. mit seiner Ausstellung darum die Auswirkungen des Krieges in der Gemeinde Hohberg aufzuzeigen. In vielen Familien so auch in Hohberg werden noch immer Erinnerungen an die Zeit von 1914 bis 1918 aufbewahrt. Erstaunlich groß war die Resonanz auf einen Aufruf dem Heimatmuseum Erinnerungsstücke an den Ersten Weltkrieg für eine Ausstellung zur Verfügung zu stellen. So kamen einige Briefe, Bilder, Fotos, Orden und andere Objekte zusammen, die es Wert sind öffentlich präsentiert zu werden.

2014_10_25 Ausstellung Diersburg 18.JPG

 

Reiseberichte: Heitersheim und Badenweiler 2009

Der Tagesausflug im Frühling 2009 sollte halten, was der Name versprach. Einerseits konnten wir schon bei der Abfahrt morgens um 7:30 Uhr erkennen, dass es ein schöner und frühlingshafter Tag werden würde. Und andererseits stand der Ausflug ja unter dem Titel "Bete und Genieße". Damit waren zwar ursprünglich die ehemaligen Herren unserer Ausflugsziele Malteserschloss, Villa Urbana und römische Therme gemeint. Aber irgendwer scheint auch für unseren Ausflugstag gebetet zu haben, weshalb wir ihn nun genießen konnten. Und so sah er aus:

Nachdem wir von Diersburg über Hofweier und Niederschopfheim alle Teilnehmer aufgesammelt hatten, führte uns unsere Strecke über die Autobahn Richtung Süden. Schon dabei konnten wir dank des guten Wetters und der Fernsicht das Panorama von Schwarzwald und Vogesen, später dann auch Kaiserstuhl und Markgräfler Land bewundern. Angekommen in Heitersheim wurde sofort klar, warum sich erst ein gut betuchter Römer und einige Jahrhunderte danach auch der Malteserorden den Platz am Rande des heutigen Heitersheim ausgesucht hatten, um sich dort niederzulassen. Hier kann das Auge auch heute noch weithin über Kulturlandschaften bis hin zu den Schwarzwaldbergen und auch Vogesen streifen.

Im Innenhof des Malteserschlosses empfing uns unter der Gerichtslinde Herr Schlegel, der ehrenamtliche Leiter des Museums im Malteserschloss und auch des "Museums" Villa Urbana. Zunächst brachte er uns im Innenhof die Geschichte des Schlosses näher und spannte dabei den Bogen bis in die heutige Zeit. Dies alles durften wir noch genau an jenem Platz anhören, an dem zu früheren Zeiten mitunter drastische Urteile z.B. über die Anführer des Bauernaufstandes gefällt wurden. Danach ging es dann in die Kirche des Schlosses, wo wir von Herrn Schlegel die Hintergründe des Malteserordens und auch seine Rolle während der Kreuzzüge ins heilige Land erfahren konnten. Schließlich gewährte er uns Einlass in das Maltesermuseum, welches im Untergeschoss des früheren Gerichtsgebäudes eingerichtet ist.

Nahtlos ging die Führung weiter hinüber zur Villa Urbana, deren bislang freigelegter Teil direkt an das Malteserschloss angrenzt. Wir erfuhren auch, dass Teile der Villa vom Schloss überbaut sind und wahrscheinlich die Ruinen der Villa als Baumaterial für einzelne Schlossgebäude herhalten mussten. Von den Ausmaßen der Villa konnten wir uns durch die Erläuterungen von Herrn Schlegel und durch ein ausgestelltes Modell ein Bild machen. Neben der früher von hier aus bewirtschafteten Fläche von 2500 Hektar (!) fällt die ehemals zwei Hektar große Anlage schon fast wieder bescheiden aus.

Mehr als pünktlich um 12 Uhr fuhren wir mit dem Bus weiter nach Badenweiler. Dafür hatte Sarina Lögler jedoch eine Strecke abseits der Hauptstraßen über den markgräfler Teil der "Badischen Weinstraße" ausgesucht, was unser Fahrer trotz der schmalen Straßen klaglos aufsichnahm. Uns bot sich dadurch ein schöner Einblick in die kleinen Ortschaften entlang der Strecke und zudem bekamen wir Badenweiler vorab noch von oben zu sehen.

Diese schöne Gegend ist aber nicht nur für ihre Landschaften berühmt. Ab 12:30 Uhr erinnerte uns daran der knurrende Magen und wir erreichten "Ulis Schlemmerstube" in Badenweiler. Hier gab es nach einer herzlichen Begrüßung durch die Chefin auch recht bald ein leckeres Mittagsessen für alle Teilnehmer. Derart gestärkt und mit einem abschließenden Espresso versorgt konnten wir uns wieder aufmachen.

Direkt vor der Tür stießen wir auf die Thermalquelle des Ortes, mit der uns Sarina Lögler gleich anhand einiger Daten persönlich bekanntmachte. Dem Weg dieses Wassers folgend ging es zur Ruine der römischen Therme und da zunächst in die Unterwelt, in den Drainagekanal, der die Abwasserleitung des einstigen römischen Bades darstellte. Die Durchquerung gelang uns erstaunlich trocken und sauber, weshalb wir uns problemlos auch ein Stockwerk darüber in der Ruine selbst sehen lassen durften. Von der früher üblichen Trennung in Männlein und Weiblein verschonte uns Sarina Lögler und wir konnten nach ein paar einführenden Worten gemeinsam unter das große Glaskuppeldach eintreten, welches zum Schutz der freigelegten Gebäudeteile den größten Teil des Bades überspannt.

Wie genau man sich die Abläufe in dem Bad vorzustellen hatte, bekamen wir nun anschaulich erklärt. Was die Badruine selbst nicht mehr zeigte, das konnten wir anhand von Bildern uns vorzustellen versuchen. Ergänzt wurden diese Eindrücke durch verschiedene Exponate in Vitrinen, die an unserem Rundgang zu sehen waren.

Nur noch andeutungsweise sind die Fundamente derjenigen römischen Gebäude zu sehen, an deren Stelle heute die evangelische Kirche steht. Hier bekamen wir von Sarina Lögler noch einen abschließenden Eindruck vom einst römischen Badenweiler vermittelt, wobei auch die Kirche selbst noch unsere Aufmerksamkeit fand. Die restlich verbliebene Zeit nutzten wir für die Dinge, die heutige Besucher in Badenweiler üblicherweise tun: Bummeln, Flanieren, Kaffeetrinken, sehen und gesehen werden....

So wurden wir gegen 17:30 Uhr gut gelaunt und rundum zufrieden von unserem Fahrer wieder eingesammelt und zurück nach Hohberg gebracht. Einzig den markgräfler Spargel für das Sonntagsessen konnten wir auf der Rückfahrt nicht mehr bekommen. Denn der war wohl allerorts schon ausverkauft.

Speyer 2008

Am Samstag, dem 5. April 2008 startete morgens um 8 Uhr eine 30-köpfige Gruppe des Historischen Vereins mit dem Bus Richtung Speyer. Während der gesamten Fahrt war das Wetter so schlecht, dass es einem vor der Ankunft grauen konnte. In Speyer selbst hörte es nach und nach aber schließlich ganz auf zu regnen und es blieb den ganzen Tag trocken.

Auf dem Weg zur Domführung konnte Sarina Lögler der Gruppe am Ölberg und am Domnapf zuerst deren Geschichte und dann einige Details zur Stadt Speyer näherbringen. Um 10:15 Uhr trafen wir uns mit unserer Domführerin Frau Nisters, die uns innerhalb von einer Stunde auf sehr kompetente Art in die Geschichte des Doms und seine Geheimnisse einweihte.

Anschließend kamen wir außerplanmäßig noch zu einer Kurzführung in der Dreifaltigkeitskirche, in der eigentlich an diesem Tag der Großputz für die anstehende Konfirmation stattfand. Der Pfarrer fand aber trotzdem zwischen Staubsauger und Putzeimer noch Zeit für uns und wir bekamen die Besonderheiten dieses Bauwerks in einem kurzen Vortrag zusammengefasst. Von der Dreifaltigkeitskirche ging es zum Judenhof, wo wir auf Gisela Stoffel als Fachkundige aus den eigenen Reihen zurückgreifen konnten. Einige Teilnehmer haben hier zum ersten Mal eine Mikwe im Originalzustand zu sehen bekommen, was vor allem bei den niedrigen Außentemperaturen und dem kalten Wasser dort schon in Gedanken für ein Frösteln sorgte.

So waren wir schließlich auch froh über die Einkehr zur Mittagspause in der Hausbrauerei Domhof, wenn auch vor dem Bier oft erst einmal der heiße Tee bestellt wurde. Nach einem leckeren, pfälzer Mittagessen waren wir gestärkt für den Nachmittag.

Der weitaus größte Teil der Gruppe besuchte das Historische Museum der Pfalz. Während die eine Hälfte Heinrich IV von Angesicht zu Angesicht im Rahmen der Dauerausstellung begegnen konnte oder sich auf eine Entdeckungsreise durch die Pfälzische Geschichte begab, lernte die andere Hälfte in der Ausstellung "Samurai", die Samurai nicht nur als Schwertkämpfer sondern auch als Dichter, Kalligraphen,Teemeister, Wissenschafter und Verwalter kennen.

Eine kleine Gruppe besuchte das Technikmuseum, dessen Exponate wir schon am Morgen bei der Anfahrt gesehen hatten (so die Boing 747 im Aussengelände, die nur vom Anblick des Doms in den Schatten gestellt wird). Ebenfalls ein kleine Gruppe gestaltete ihr Programm am Nachmittag selbst.

Gegen 18 Uhr trafen sich alle wieder, müde aber zufrieden, am Bus, um die Heimreise anzutreten. Die führte uns wieder durch kräftigen Regen, jedoch wurden wir bei der Ankunft in Hohberg mit einem ausgesucht schönen Regenbogen begrüßt. Wollte er uns die Richtung für den nächsten Ausflug weisen?