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40 Jahre Historischer Verein - das Gründungsdatum ist der 13. Oktober 1981

Wie alles begann, die Schwerpunkte der Arbeit des Historischen Vereins

 

Die Gründung des Historischen Vereins fällt zeitlich zusammen mit dem Ausscheiden des damaligen Bürgermeisters Michael Bayer aus dem aktiven Dienst und gab Anlass zu Spekulationen: „er wolle sich für den Ruhestand eine Beschäftigung verschaffen.“ Tatsächlich war jedoch die Geschichte der Heimat seine große Leidenschaft.

Getreu dem Motto „Wer die Vergangenheit nicht ehrt, verliert die Zukunft und wer seine Wurzeln vernichtet, kann nicht wachsen“ mit diesen Visionen ging man am 13. Oktober 1981 in die Gründungsversammlung.

Viel Werbung für die Idee in der Öffentlichkeit war gar nicht notwendig, schon auf die erste öffentliche Einladung am 13. Mai 1981 haben sich 26 interessierte Personen zusammengefunden, die von der Idee begeistert waren.

Es dauerte nur wenige Monate bis der Historische Verein in das Vereinsregister eingetragen werden konnte, um sich fortan mit der Geschichtsforschung und Darstellung, Pflege der Heimatgeschichte, Erhaltung der Kunst-, Kultur- und Baudenkmale, Beiträge zur Volkskunde, Natur- und Heimatpflege durch Vorträge, Führungen, Besichtigungen und Studienfahrten intensiv zu beschäftigen.

 


Ein paar Zahlen aus der Vereins Chronik:

Die Vorsitzenden des Historischen Vereins:

5 Vorsitzende haben über 40 Jahre die Arbeit des Historischen Vereins geprägt

▪ 1981 bis 1993 Michael Bayer, Hofweier

▪ 1994 bis 2000 Helmut Dorgathen, Niederschopfheim

▪ 2001 bis 2007 Gisela Stoffel, Niederschopfheim

▪ 2007 bis 2010 Sascha Heinen, Offenburg

▪ 2010 bis heute Lucien Mutzig, Hofweier

Was die Zusammensetzung der Vorstandschaft betrifft, ist es über die ganzen Jahre meistens gelungen, diese paritätisch aus allen drei Ortsteilen zu besetzen.

 

Die Aktivitäten des Vorstandes:

▪ 180 Vorstandssitzung

▪ 40 Mitgliederversammlungen

▪ 130 Vorträge

▪ 20 Ausstellungen

▪ 61 Besichtigungen

▪ 26 Mehrtägige Studienfahrten

▪ 50 Dokumentationen

 


 

Die Mitgliederentwicklung

 

Bei der Gründung war der Historische Verein der 28. Verein in Gesamt Hohberg. Heute sind 72 Vereine auf der Vereinsliste der Gemeinde aufgeführt.

Bei der Gründung hatte der Verein 37 Mitglieder, davon leben heute noch 7 allerdings alle um 40 Jahre älter.

Nach 20 Jahren war die Mitgliederzahl auf 144 angewachsen, um danach stetig abzunehmen.

Aktuell hat der Verein 80 Mitglieder.

In ihrem Jahresbericht über das abgelaufene Jahr 2006 berichtete Gisela Stoffel über die schwierige Suche nach Nachfolgekandidaten für den Vereinsvorsitz: Sie berichtete weiter von einem Jahr, in dem man spüren konnte, dass sich allmählich ein Wandel im Verein vollzieht, in der Altersstruktur, in der Annahme des Angebots und in der Nachfrage des Angebots durch die Mitglieder.

 


 

Die Dokumentationen

 

 

Im Hohberger Heimatmuseum sind rund 50 Dokumentationen, Aufsätze und Vorträge über die Erforschung der Heimatgeschichte von Hofweier, Diersburg und Niederschopfheim neu aufgelegt, in Metern gemessen rund 20 Meter Ausstellungsmaterial 20 Plakate Lebensgeschichte.

Etliche Beiträge sind im Buch „Die Ortenau" veröffentlicht. Sowohl in Buchform und Zeitschriftenaufsätzen wurde die Hohberger Heimatgeschichte dokumentiert und publiziert.

Daneben ist das Buch: „Die Geschichte der Diersburger Jüdischen Gemeinde“ erschienen.

 


 

Die Vorträge

 

Dass die Auswahl der Themen sehr breitgefächerten war, war für die Vor­standschaft eine große Selbstverständlichkeit und auch deshalb möglich, weil der Historische Verein von Beginn an sehr enge und freundschaftliche Kontakte zu namhaften Geschichts- und Heimatkennern unterhalten hat.

Der Historische Verein hat auch zu den drei Kirchengemeinden Hofweier; Niederschopfheim und der evangelischen Gemeinde Diersburg immer ein herzliches und offenes Verhältnis gepflegt. Diese haben in der Vergangenheit unentgeltlich Räume für Veranstaltungen zur Verfügung gestellt und damit die Möglichkeit gegeben, sich in guter Atmosphäre wohlfühlen zu können.

Dementsprechend konnten in den vergangenen Jahren sage und schreibe 130 Vorträge - meist mit einer großen Teilnehmerzahl - organisiert werden. Spitzenreiter war dabei ein Vortrag zur Mundart mit 120 Besuchern.

Davon können wir heute nur träumen.

 


 

Mehrtägige Studienfahrten

 

 

Die Organisation und Durchführung der mehrtägigen Studienfahrten waren immer ein mit Spannung erwarteter Höhepunkt im Vereinsjahr. Dabei galt die eiserne Regel, dass das gemeinsame Interesse an Kultur- und historischen Stätten im In- und Ausland, in geselliger Atmosphäre mit Gleichgesinnten, im Vordergrund stand.

Dazu gehörte selbstverständlich sowohl eine sorgfältige Vorbereitung und Einführung sowie auch eine gute und reibungslose Organisation und Durchführung. Es ging nicht nur darum, Reisen mit besonderen Attraktio­nen anzubieten, die konnten professionelle Reiseveranstalter besser und wahrscheinlich auch billiger anbieten.

Die rege Nachfrage und die enorm große Beteiligung an allen diesen Fahrten machten Mut. So haben in den ersten 10 Jahren immerhin 525 Interessierte das Angebot angenommen. Es standen insgesamt 26 mehrtätige Studienreisen auf dem Programm

 


 

Die Ausstellungen

 

Von Beginn an hat der Historische Verein sich bemüht, in Ausstellungen Geschichte auf lebendige und anschauliche Weise zu vermitteln. Hier können Objekte zum Sprechen gebracht und Besucher zur Auseinandersetzung mit der Vergangenheit animieren werden. In Ausstellungen wird die Vermittlung von Informationen und Wissen über zeitgeschichtliche Zusammenhänge aus verschiedenen gesellschaftlichen und kulturellen Bereichen zum anregenden Erlebnis.

Im Jahr 1990 hat der Historische Verein bei der Handwerk- und Kunstausstellung in Diersburg den Anfang gemacht, seine heimatgeschichtliche Sammlung zu präsentieren und sie so in das kollektive Gedächtnis zu holen. Vorsichtig ausgedrückt, wurden damit die Grundlagen geschaffen, für das Hohberger Heimatmuseum.

Viele weitere Ausstellungen wurden realisiert und die Gelegenheit genutzt, auf die eigene Geschichte zurückzublicken und zur historischen und heimat-geschichtlichen Spurensuche beizutragen. Es wurden u. a. Ausschnitte gezeigt aus den Dokumentationen mit Motiven und alten Bildern aus allen 3 Ortschaften:

▪ Die alten Häuser in Hofweier,

▪ Bildstöcke und Feldkreuze,

▪ Historische Wappengrenzsteine,

▪ Die Ehrenbürger von Hohberg

▪ Alte Postkarten

Auch bei den Jahrhundertfeiern der drei Ortsteile war der Historische Ver­ein mit gut gestalteten Bilddokumentationen präsent.

 

Die großen Bilddokumentationen der letzten Jahre:

 

▪ 100 Jahre Dr. Josef Bayer

▪ Der erste Weltkrieg

▪ 100 Jahre Michael Bayer

▪ Alltag unterm Hakenkreuz

▪ Leben im Bauerndorf, Diersburg, Hofweier, Niederschopfheim im Wandel der Zeit


 

Das Archiv

 

Wer seine Geschichte der Nachwelt überliefern will, muss seine Unterlagen aufbewahren. Wer seine Geschichte nutzbar machen will, muss wissen, was er hat und was ihm fehlt.

Ein Archiv schafft systematische Ordnung, regelt den fortlaufenden Zugang von Unterlagen und Gegenständen, damit Originaldokumente und Fotos auffindbar sind. Wir haben im Hohberger Heimatmuseum zwischenzeitlich begonnen die Arbeiten zu archivieren.

Es geht um die vielen namhaften und vielbeachteten Dokumentationen und Publikationen, die mit ihren wertvollen Beiträgen immer auch ein Schlüssel zur Heimat und ihrer Geschichte sind.

Alle Dokumentationen des Historischen Vereins in einem gemeinsamen Buch zusammengestellt und veröffentlicht, ergeben ein dickes, umfangreiches und äußerst interessantes Geschichtsbuch für Hohberg.

Viele Dokumente, Dias und Bildmaterialien schlummern allerdings noch in privaten Schreibtischen, auf privaten Computern vielleicht auch auf Dachböden. Wir sind immer sehr daran interessiert diese im Museum zu archivieren, um sie der Nachwelt zu erhalten.

 


 

Die Dreißigjährige Geschichte des Hohberger Heimatmuseums

 

 

Bereits im Laufe des Jahres 1986 hat ein Arbeitskreis mit der Sammlung von alten Geräten aus Haus- und Landwirtschaft und Werkzeugen ausster­bender Handwerksberufe begonnen, um diese der Nachwelt zu erhalten.

Nachdem die Gemeinde im Dezember 1987 Eigentümer des Fabrikgebäu­des in der Bahnhofstraße wurde, bezieht der Historische Verein 1991 den Raum im Erdgeschoß und bringt die in den Jahren zuvor gesammelten Ge­räte im Untergeschoss unter.

1992 wird nimmt die neue Fachgruppe „Museum" ihre Tätigkeit auf und beginnt in mühseliger Kleinarbeit mit der Reinigung und Restaurierung der gesammelten Geräte. Die Leitung der Fachgruppe hat Oskar Göppert.

1998 übernimmt Hermann Löffler als Alt-Bürgermeister kompetent und sehr engagiert die Nachfolge. Im gleichen Jahr am 13. November 1998 wird das Hohberger Heimatmuseum mit viel Prominenz, einem. kleinen Volksfest und großem Presserummel feierlich eröffnet.

Am 16. November 1998 besucht des Landesschau-Mobil das Hohberger Heimatmuseum. Der ca. 3-minütige Film wird am gleichen Tag in der Landesschau Baden-Württemberg ausgestrahlt.

Vier Jahre später, 2002, wird das Dachgeschoß im Heimatmuseum mit um­fangreichen Aktionsangeboten und vielen interessierten Besuchern festlich eingeweiht.

Im Hohberger Heimatmuseum befinden sich ca. zweitausendfünfhundert zum Teil sehr wertvolle Exponate, liebevoll gepflegt und geordnet.

Ohne die hervorragende Unterstützung der Gemeinde, allen voran der da­maligen Bürgermeister Hermann Löffler zusammen mit seinem Vorgänger Michael Bayer, die entscheidende Weichen gestellt haben. Allerdings ohne das ehrenamtliche Engagement sehr vieler Menschen, die mit viel Begeiste­rung und Sachkenntnis sich einbringen, wäre das Hohberger Heimatmu­seum nicht zu einem sehr beachteten Museum für Lokalgeschichte gewor­den.

Eine Besuchergruppe hat neulich aus gutem Grund festgestellt, ein Heimat­museum ist auch immer das Gedächtnis einer Gemeinde. Alle Exponate er­zählen eine Geschichte aus den Ortsteilen. Sie sind es Wert gepflegt und liebevoll behandelt zu werden, um sie der Nachwelt zu erhalten.

Ein Museum muss heute eine Vielzahl an Aufgaben bewältigen, um gegen­wärtigen und zukünftigen Herausforderungen gerecht zu werden. Deshalb muss sich der Museumsbetrieb kontinuierlich weiterentwickeln, um nicht alt und verstaubt zu wirken. Dazu braucht es ein gutes Vertrauensverhältnis sowohl zur Verwaltung als auch zu den politischen Gremien.

 


 

Die Römersiedlung

 

Viel Herzblut ist in den frühen Jahren des Vereins auch in die Freilegung des großen römischen Gutshofes im Gewann Steinackerfeld auf Gemarkung Niederschopfheim geflossen durch die Unterstützung der Gemeinde bereits in den 1970 Jahren überhaupt möglich geworden war und so hat sich das Denkmalamt in Freiburg entschlossen dieses kulturhistorische Denkmal aus der Römerzeit auch unsere Nachwelt zu erhalten.

 


 

Ein Herzliches Dankeschön

Wir bedanken uns bei allen, die in den 40 Jahren durch ihre Unterstützung und ihre ehrenamtliche Arbeit einen Verein geschaffen haben, der aus unserem dörflichen Leben nicht wegzudenken ist. Es gab Höhen und Tiefen. Der Verein und seine Arbeit sind eine Bereicherung im gesellschaftlichen und kulturellen Leben in unserer Gemeinde.

 

Der Vorstand