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Geschichte des Hauses und des Museums – Kurzfassung

 

1859

Erste Erwähnung im Grundbuch als Wohnhaus mit Schweineställen, Waschhaus und Ziegelhütte. Besitzer: Lucas Seiler, Bürger und Ziegler.

Juni 1870

Lucas Seiler schenkt das Gebäude seinem Sohn Gotthard, Bürger und Ziegler.

3. August 1879

Gotthard Seiler, Ziegler und Restaurateur und seine Frau Ursula geb. Rubi verkaufen das Haus an: Sylvester Meier Fabrikant in Offenburg. Es wird angenommen, dass sich ab diesem Zeitpunkt eine Zigarrenfabrik in diesem Gebäude befindet. Es wird im Grundbuch als Haus Nr. 1 im Ortsetter, an der Bahnhofstraße und an der Straße nach Ichenheim liegend, bezeichnet.

Ab 1894

In den Akten wird von einer Zigarrenfabrik mit Balkenkeller und Aborten gesprochen.

Juli 1919

Sylvester Meier verkauft die Fabrik an die Fa. Johann Neusch Zigarren Fabriken in Herbolzheim.

März 1924

Die Fa. Neusch verkauft die Fabrik an die Fa. Krämer und Co. Zigarrenfabrik GmbH in Oberschopfheim. Die GmbH besteht aus den Personen: Fabrikant Heinrich Beiser 5/10, Hauptmann Hermann Beiser 1/10 und Landwirt Johann Hund 4/10.

1935

Teilung des Grundstücks:

Der östliche Teil wird verkauft an Josef Bürkle. Er errichtet eine Schlosserei (Haus Simon)

Der mittlere Teil wird an das Land verkauft zum Bau der heutigen B 3, gebaut 1935/36.

Dezember 1937

Die Gesellschafterversammlung der Fa. Krämer verkauft die Fabrik an den Zigarrenfabrikanten Heinrich Beiser Oberschopfheim

Die Firma heißt jetzt: Krämer und Co Zigarrenfabriken Oberschopfheim.

Von 1933 bis 1943

Otto Kupfer ist Meister dieser Fabrik. Er wohnt mit seiner Familie im vorderen Drittel des Gebäudes zur Bahnhofstraße hin.

1943

Die Fabrik wird Rüstungsbetrieb. Es werden Munitionsteile hergestellt. In diesem Betrieb arbeiteten ca. 30 Leute, überwiegend Frauen.

1944/45

Es gibt immer wieder Luftangriffe auf die Bahn und den Bahnhof Niederschopfheim. Dadurch wird auch die Fabrik immer wieder stark beschädigt. Deshalb wird die Munitionsproduktion nach Oberschopfheim ausgelagert

Ende 1946 Anfang 1947

Die Zigarrenproduktion wird wieder aufgenommen:

Meister waren zunächst Franz Bantle und Bernhard Kalt aus Oberschopfheim, danach bis 1948 wieder Otto Kupfer.

Nach Otto Kupfer wird Elisabeth Spitznagel Meisterin der Zigarrenfabrik. Ab 1951 bis zur Schließung der Fabrik ihr Mann Karl Dworog. Die Familie Dworog wohnte bis 1963 in der Fabrik.

Ende 1961

Die Zigarrenfabrik wird geschlossen, weil die Zigarren jetzt überwiegend maschinell hergestellt werden.

Letzter Inhaber war die Fa. Eberle, Zigarrenfabriken in Friesenheim, die die Fabrik von der Fa. Krämer gepachtet hatten.

Durchschnittlich arbeiteten 55-60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dieser Fabrik.

Januar 1962

Zigarrenfabrikant Heinrich Beiser und seine Ehefrau Mina verkaufen die Fabrik an die Steppdeckenfabrik Ernst Jäckle in Niederschopfheim. Das Gebäude dient nun als Lagerraum für Wolle und Fertigwaren.

Dezember 1987

Hans Jäckle, der damalige Inhaber der Steppdeckenfabrik, verkauft das Gebäude an die Gemeinde Hohberg.

Der Kaufpreis wird aus Mitteln des Dorfentwicklungs-Programmes vom Land BW bezuschusst, weil das Gebäude Vereinen zur Verfügung gestellt wird.

Ende 1989

Die Ausbauarbeiten der Vereinsräume und der Einbau einer Heizung und einer WC-Anlage beginnen.

Für die Ausbauarbeiten werden vom Arbeitsamt ABM Kräfte zur Verfügung gestellt.

Die Ausbaukosten werden ebenfalls aus der Dorfentwicklung bezuschusst.

1991

Der Volkstanzkreis, die Landjugend und der Turnverein ziehen in ihre in Eigenarbeit ausgebauten Räume ein.

1991

Nachdem auch der Raum im Erdgeschoss für den Historischen Verein ausgebaut ist, (Deckenverstärkung) bringt der Historische Verein im Juni seine in den Jahren zuvor gesammelten Geräte ins Untergeschoss.

Unter Leitung von Oskar Göppert werden der Geräte renoviert, gereinigt und aufgestellt

Ende 1997

Hermann Löffler übernimmt von Oskar Göppert die Verantwortung für den weiteren Ausbau des Museums.

13. November 1998

Das Untergeschoss des Museums wird eröffnet

Anfang 1999

die Ausbauarbeiten im Obergeschoss mit dem Einbau von Zwischenwänden und der Dachverschalung beginnen.

Am 12./13./14. April 2002

Das Obergeschoss des Museums wird eröffnet.

Etwa 95 % der ausgestellten Gegenstände wurden von Bürgern aus Hohberg gespendet.

Oktober 2015

 

Antrag an das Baurechtsamt des Landratsamtes auf Genehmigung des Bauprojektes: Bereitstellung von „Unterstellmöglichkeiten für landwirtschaftliche Geräte und Maschinen“.

Antrag an die Regionalstiftung auf Förderung des Projektes

2015

Das Baurechtsamt stellt fest, dass die genehmigungspflichtige Nutzungsänderung des Gebäudes - von der Lagerhalle zum Museum- fehlt.  

Die Gemeinde stellt endlich den Antrag auf Umnutzung des Gebäudes – von der Lagerhalle zum Vereinsgebäude

Dezember 2015

 

Das Baurechtsamt beim Landratsamt  fordert vor Erteilung einer Baugenehmigung von der Gemeinde umfangreiche Brandschutzmaßnahmen und die Einleitung des  nachträglichen Genehmigung Verfahrens - Nutzungsänderung für das Gebäude Bahnhofstraße 7 (ehemals Lagerhalle) an!

Januar 2016 – Oktober 2019

Das Museumsteam gestaltet das Museum vollkommen um:

schafft im Außengelände Unterstellmöglichkeiten für  landwirtschaftliche Geräte,

im Inneren für die Präsentation und Ausstellung der Heimatgeschichte und für Vorträge, Information und Begegnung

Das Ziel: das Heimatmuseum so umzugestalten, dass die Geschichte(n) früherer Zeiten als „Lebendige Vergangenheit“ in der Gegenwart neu aufleben kann.

Frühjahr 2019

 

Im Rahmen des erforderlichen Brandschutzes erhält das Gebäude im Außenbereich eine Metall Treppe als Fluchttreppe

Das Dachgeschoss wird über eine neue Außentreppe erschlossen, das Gebäude erhält somit einen ersten Rettungsweg,

Das Haus erhält die nachträgliche Nutzungsänderung - Nutzung als Museum und als Vereinsheim.

2020

Das Gebäude erhält die offizielle Genehmigung und den offiziellen Namen: „Hohberger Heimatmuseum“

Aktueller Sachstand

Das Museum verfügt bis heute nicht über eine geeignete Heizung.

 

 

Leiter des Museums:

1991 bis 1997

Oskar Göppert

1998 bis 2009

Hermann Löffler

2010 bis 2014 

Guntram Franz

2015 bis heute 

Lucien Mutzig

 

 

Vorsitzende des Historischen Vereins:

1981 bis 1993

Michael Bayer

1994 bis 2000  

Helmut Dorgathen

2001 bis 2007 

Gisela Stoffel

2007 bis 2010

Sascha Heinen

2010 bis heute

Lucien Mutzig